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Warum sprechen wir nur noch vom Quartier?


Alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung als präventive Maßnahme

Quartiersentwicklung ist ein Begriff, den es sich zu merken lohnt. Denn was rund um unsere eigenen Vier Wände passiert, kann unsere Lebensqualität bereichern und uns gesund erhalten. Der Kommunale Seniorenservice Hannover, kurz KSH zeigt mit seiner alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung wie dies gelingen kann und legt dabei seinen Fokus auf Nachbarschaftsprojekte, die Generationen verbinden und die Bedürfnisse von älterwerdenden Menschen in dieser Stadt in den Blick nehmen.

In den „eigenen vier Wänden“ leben, selbstständig und bis ins hohe Alter auch bei steigendem Hilfebedarf ist ein Wunsch, den viele Menschen für sich hegen. Hierzu gehört nicht nur ein barrierefreier Zugang zu der eigenen Wohnung oder auch eine wohnortnahe Versorgungsstruktur, sondern auch eine gute Einbindung in eine lebendige Nachbarschaft und die Möglichkeiten diese aktiv mitzugestalten.

In einer Großstadt wie Hannover, in der viele Menschen auf engem Raum leben, es viele Möglichkeiten zur Lebensgestaltung gibt und viel Bewegung auf dem Wohnungsmarkt herrscht, ist es manchmal schwierig, nachhaltig in Kontakt zu treten und eine aktive Nachbarschaft aufzubauen. Bei der Quartiersentwicklung geht es genau darum, diesen Kontakt durch Begegnungsmöglichkeiten zu erleichtern und zu befördern. Ein Quartier bezeichnet nämlich den sozialen Nahraum, den Ort an dem ich lebe, ich meine kleinen Einkäufe tätige, ich meine kurzen Wege mache und vor allem an dem ich meine Nachbar*innen kenne.

Konzept

Das Konzept der Quartiersentwicklung ist nicht neu. Ziele hierbei sind z. B. Stadtteile durch soziale Stabilisierung oder Förderung von Bildungsmaßnahmen zu entwickeln und dadurch Lebensqualität und Wohnqualität zu steigern. Deshalb gibt es auch in Hannover mehrere Stadtentwicklungsprogramme, wie Mein Hannover 2030 oder auch Soziale Stadt, die sich im Sinne der Bürger*innen in Gremien vernetzen. Bei der alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung ist ein zusätzlicher Aspekt, die Bedürfnisse von älteren Menschen in den Fokus zu stellen. Dabei sind generationsübergreifende Projekte und Teilhabemöglichkeiten genauso wichtig wie gute Infrastrukturen im Bereich Nahversorgung und Wohnen, um dem Wunsch gerecht zu werden, möglichst lange, selbstständig im gewohnten Lebensumfeld, in einem guten sozialen Netz leben zu können. Zumal dies immer auch einen präventiven Charakter haben kann, denn soziale Isolation und der Verlust von individueller Freiheit wirken sich nachweislich auf die Gesundheit aus. Ein Problem, das nicht nur ältere Menschen betrifft, denn in jedem Lebensalter kann man auf Hilfe angewiesen sein, beispielsweise auf Hilfe bei der Kinderbetreuung, bei Zuzug in eine neue Stadt oder bei kleinen Leistungen wie Blumengießen und Haustierversorgung. Nachbarschaft bietet hier allen Generationen Lösungsmöglichkeiten an.

Der Kommunale Seniorenservice Hannover befördert die alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung stadtweit und arbeitet an drei Modellstandorten in Hannover auch selbst in eigenen Quartieren für eine gelingende Nachbarschaft:

  • in der Südstadt - Standort Margot-Engelke-Zentrum
  • in Döhren - Kooperationspartner Mütterzentrum Mehrgenerationenhaus e.V.
  • in Kirchrode - Standorte Alten- und Pflegezentrum Heinemanhof und Alten- und Pflegezentrum Henriettenstift / Diakovere

Vor Ort sind in den letzten sieben Jahren viele kleine Projekte und Kooperationen entstanden, aber auch Gruppen und Begegnungen geschaffen worden, die zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen. Nachbar*innen und Akteur*innen treffen sich in Arbeitsgruppen und entwickeln gemeinsam Projekte und planen Veranstaltungen; es gibt monatliche Frühstückstreffen, um mit der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen; themenbasierte Gruppen haben sich gegründet wie „Smartphone und PC Gruppen“ oder auch Bewegungsgruppen, Nachbarschaftsfeste und Informationsveranstaltungen werden organisiert.

Unterstützer und Wettbewerb

Und das ist nur der Anfang. Weitere Träger und Akteure in Hannover gehen ebenso mit gutem Beispiel voran und öffnen ihre Türen und Angebote für Nachbar*innen im Sinne der alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung. Hierbei ist der Kommunale Seniorenservice Hannover gerne Kooperationspartner und befördert die Entwicklungen unterschiedlicher Träger, die sich ebenfalls in die Quartiere öffnen.

Eine weitere Unterstützung ist der Wettbewerb zur Förderung der alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung. Durch diesen Wettbewerb konnten in den vergangenen 4 Jahren 44 Projekte gefördert werden, die den Menschen der Stadt direkt zu Gute gekommen sind.

Die Menschen, die vor Ort leben, sind angesprochen und aufgefordert, aktiv an einer gelingenden Nachbarschaft mitzuwirken. Die Quartierskoordinatorinnen des KSH freuen sich über interessierte Anfragen und helfen gerne mit Informationen zu Angeboten oder bei Beratungsbedarf und bieten engagierten Nachbar*innen die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf unter:

  • Anna von der Ehe (Quartierskoordinatorin Südstadt): 0511 168 44119 oder 57-quartiersentwicklung-suedstadt@hannover-stadt.de
  • Rabea Ebermann (Quartierskoordinatorin Döhren): 0511 168 40099 oder 57-quartiersentwicklung-doehren@hannover-stadt.de
  • Diana Friedenberg (Quartierskoordinatorin Kirchrode) : 0511 168 45876 oder 57-quartiersentwicklung-kirchrode@hannover-stadt.de

Sie finden uns auch als Nachbar*innen auf der digitalen Nachbarschaftsplattform nebenan.de
Weiter Informationen zur Kooperation mit nebenan.de finden sie hier